Therapeutisches Reiten

Über uns Anlage Geschichte Vorstand Gebühren Termine 2017 Turnierergebnisse Veranstaltungen/Aktuelles Turnier 2017 Jedermannreiten Reitlager Reiten Schulpferde Reitlehrer Hallenbelegung Voltigieren Therapeutisches Reiten Übungsleiter Jugend Bildergalerie Bilder der Anlage Jedermannreiten 2013 Jedermannreiten 2014 Jedermannreiten 2015 Jedermannreiten 2016 Jedermannreiten 2017 Reitturnier 2013 Reitturnier 2014 Reitturnier 2016 Reitturnier 2017 Reitabzeichen 2017 Jugendwochenende 2011 Jubiläum - 40 Jahre RV Aichwald Stallfest 2015 Reitlager 2013 Reitertag 2012 Reitertag 2015 Schatzsuche zu Pferd Antenne 1 im RV Sommerferienprogramm 2013 Sommerferienprogramm 2015 Weihnachtsreiten 2013 Weihnachtsreiten 2014 Weihnachtsreiten 2015 Weihnachtsreiten 2016 Anfahrt

Therapeutisches Reiten

Der Reitverein Aichwald e.V. bietet Gruppen- oder Einzeltherapie im Heilpädagogischen
Reiten über Frau Bettina Bitterle (Sonderschulpädagogin und Reittherapeutin IFERT) und Reiten als Sport für Behinderte über Frau Christina Peters (Amateurreitlehrerin mit
Zusatzausbildung beim Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten in Warendorf).


1. Heilpädagogisches Reiten


Das Heilpädagogische Reiten ist eine ganzheitliche Therapie, die immer mehrere Ebenen gleichzeitig mit einbezieht. Beispiele für die zu fördernden Bereiche sind:


  • Steigerung des Selbstbewusstseins
  • Vertrauensaufbau
  • Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein
  • Zur Stärkung des Sozialverhaltens
  • Schulung des Vestibulärsystems (Gleichgewichtsorgan)
  • Verbesserung von Raum- Lageschwierigkeiten
  • Hilfestellung bei Wahrnehmungsstörungen (auditiv, visuell, taktil- kinästhetisch)
  • Förderung der Ganzkörpermotorik, Körperspannung sowie Auge- Handkoordination
  • Rechts- Linksunterscheidung
  • Unterstützung bei Spracherwerbsverzögerungen



  • Reittherapie gehören alle Aufgaben, die mit dem Pferd und dessen Haltung verbunden sind: So lernen die Kinder auch die Bedürfnisse eines Pferdes kennen und wissen, dass ein Pferd vor und nach getaner Arbeit gut versorgt werden muss. Konkret bedeutet das, dass wir die Pferde zusammen mit den Kindern aus dem Stall oder von der Koppel holen, gemeinsam putzen, aufsattel und auftrensen. Ebenso wichtig wie das Reiten und die Geschicklichkeitsübungen auf dem Pferd ist das „Führen und Folgen" vom Boden aus. Beim Führen eines Pferdes lernen die Kinder in eindrücklicher Weise, dass sie selbst imstande sind, ein so großes Tier zu führen und die Verantwortung für dieses zu übernehmen.


    Das Pferd an sich hat einen sehr hohen Aufforderungscharakter, und wir haben unsere Therapieerfolge diesen aufmerksamen Tieren zu verdanken. Kindern fällt es oftmals leichter, sich einem Tier als einem Menschen anzuvertrauen. So konnte z. B. ein kleiner Junge zum Sprechen finden, der zuvor kaum mit jemandem gesprochen hatte. Pferde geben den Kindern oft die beste Rückmeldung auf ihr Verhalten, die oftmals besser angenommen wird, als eine Ermahnung durch einen Erwachsenen.


    In den jeweiligen reittherapeutischen Übungen wird der gesamte emotionale Bereich des Kindes ständig mit angesprochen. Die anderen zu fördernden Bereiche greifen bei den Übungen immer ineinander, weshalb einer einzelnen Übung gleich mehrere Therapieziele zugeordnet werden können. Bitte berücksichtigen Sie dies, wenn Sie nun die Beispiele für die einzelnen Förderbereiche lesen, die der Übersichtlichkeit halber wie folgt aufgelistet werden.


    Mögliche exemplarische Übungen


    I Übungen auf dem Pferd


    Motorische Übungen/ Auge-Handkoordination


  • Kleine farbige Gummiringe an die Fußspitzen hängen, sich bücken und die Ringe einzeln mit der Hand aufnehmen (im Halten, später im Reiten) und auf die Bande oder in ein Ballnetz legen/werfen bzw. umgekehrter Weg.



  • Übungen für die Rechts- Linksunterscheidung, die Körperspannung und das Gleichgewicht
  • Slalomlauf oder „Eierlauf" um Pylonen: zunächst mit offenen Augen, später mit geschlossenen Augen. Das Kind soll dann die Richtung erspüren, in die das Pferd geht und äußern, ob dieses gerade nach rechts oder links geht.
  • Einen Softball zwischen das Bein des Reiters und den Pferdekörper klemmen, der nicht verloren werden darf.



  • Übungen für die auditive Wahrnehmung, -Aufmerksamkeit und das Richtungshören
  • „Piepspiel": ein Kind versteckt sich in der Reithalle und stößt einen Pieplaut aus. Das reitende Kind muss mit geschlossenen Augen in die Richtung zeigen, aus der das Geräusch kam.



  • Ziel- und Wurfübungen
  • Verschiedene Gegenstände oder Bälle unterschiedlicher Größen in ein Ballnetz werfen.



  • Übungen für den Deutschunterricht
  • Das Kind soll an der Bande die Buchstaben erkennen und dabei das dazugehörende Bild von der Anlauttabelle nennen. Wichtig ist aber immer, dass das Kind lauttiert!
  • ABC- Übungen: zwei Kinder zu Pferd werfen sich einen Ball zu, indem sie das Alphabet aufsagen oder sich jeweils ein Substantiv, Verb oder Adjektiv überlegen.



  • Übungen für einen besonderen Vertrauensaufbau zum Pferd
  • Das Kind liegt mit dem Rücken auf dem Pferd und lässt sich von diesem tragen. Sofern gewünscht kann das Kind auch hier wieder die Augen schließen.
  • Das Kind sitzt seitwärts oder rückwärts auf dem Pferd.



  • II Führübungen


    Aufbau eines Parcours mit Stangen, Pylonen oder Reifen. Die Stangen können z.B. als Reihe oder Quadrat aufgebaut sein, die Pylonen auch als Reihe zum Slalom-Führen oder in Form eines „Schlüssels" (siehe Trailhindernisse beim Westernreiten). Ziel ist auch hier ein Vertrauensaufbau, die Entwicklung des Verantwortungsbewusstseins und die Steigerung des Selbstbewusstseins.


    III Pferdepflege


    Die Pferdepflege vor und nach dem Reiten gehört ganz selbstverständlich mit zur Reittherapie und dem Umgang mit dem Pferd. Hierbei lernen Kinder Verantwortung für ein Tier zu übernehmen und sich etwas zuzutrauen wie z.B. Beim Hufeauskratzen.
    VI Geschichten, Märchen, Rollenspiele


    2. Reiten als Sport für Behinderte


    Reiten als Sport für Behinderte erweitert das Angebot sportlicher Aktivitäten, die bisher vordergründig Nichtbehinderten zugänglich waren. Durch großes - oftmals ehrenamtliches Engagement - einiger Mitglieder des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten e.V. hat es sich erwiesen, dass behinderte Menschen in der Lage sind, das Reiten zu erlernen und sich reitsportlich zu betätigen. Eine Behinderung kann durch sogenannte kompensatorische Hilfsmittel überwunden werden, die es ermöglichen reiterlich korrekt auf das Pferd einzuwirken.
    Beispiele


    In unserem Reitverein reitet beispielsweise ein 10-jähriges Mädchen, das am linken Unterarm lediglich einen kurzen Armstumpf hat, bei dem die Hand vollständig fehlt. Mit Hilfe eines besonderen Zügels kann sie auch mit diesem behinderten Arm gut auf ihr Reitpferd einwirken. Zum einfachen Aufsteigen verfügt der Reitverein über eine mobile Treppe.


    Auch Menschen mit Krankheiten wie MS oder mit rheumatischen Beschwerden reiten in unserem Verein.
    Integrativer Reitunterricht


    Unser Ziel ist es behinderte Reiter in den Reitunterricht zu integrieren, damit sie vollständig am Vereinsleben teilhaben können.
    Interesse am Therapeutischen Reiten?